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Berufliche Vorsorge: die BVG-Reform 2024

Umwandlungssatz, Eintrittsschwelle, Koordination, Altersgutschriften: was die Reform der 2. Säule vorsah, die am 22. September 2024 abgelehnt wurde.

Von Patrick Ballaman1 Min. Lesezeit
In diesem Beitrag
  1. Ein tieferer Umwandlungssatz
  2. Ein gestärkter Sparprozess
  3. Ein Ausgleich für Versicherte kurz vor der Pensionierung
  4. Fazit

Das Wichtigste in Kürze

  1. Die Reform sah vor, den BVG-Umwandlungssatz von 6,8 % auf 6 % zu senken.
  2. Als Ausgleich: tiefere Eintrittsschwelle, lohnabhängiger Koordinationsabzug, einfachere Altersgutschriften.
  3. Für Versicherte ab 50 Jahren war ein Ausgleich während einer Übergangszeit geplant.
  4. Am 22. September 2024 wurde die Reform an der Urne abgelehnt: Die heutigen Regeln bleiben in Kraft.

Die Reform des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) sollte die zweite Säule des Schweizer Vorsorgesystems modernisieren.

Sie kam im Herbst 2024 zur Abstimmung und war für die langfristige Sicherung der Vorsorge in der Schweiz von grosser Bedeutung. Die wichtigsten Punkte im Überblick.

Ein tieferer Umwandlungssatz

Der Umwandlungssatz bestimmt, wie hoch die Rente aus dem angesparten Kapital ausfällt. Die Reform sah vor, ihn von 6,8 % auf 6 % zu senken: Bei gleichem Kapital wären die Renten etwas tiefer ausgefallen.

Damit sollte der steigenden Lebenserwartung Rechnung getragen werden und den Kapitalerträgen, die für den heutigen Satz nicht mehr ausreichen.

Ein gestärkter Sparprozess

Drei Massnahmen sollten das Altersguthaben erhöhen und die Senkung des Umwandlungssatzes langfristig ausgleichen. Zudem sollten sie tiefe Löhne und Teilzeitarbeit besser versichern und die Lohnnebenkosten für Erwerbstätige über 55 senken.

Die drei Sparmassnahmen

Tabelle 1
MassnahmeHeutige RegelungGeplante Reform
EintrittsschwelleCHF 22’050CHF 19’845
KoordinationsabzugFester Betrag von CHF 25’725, unabhängig vom Beschäftigungsgrad20 % des AHV-Lohns
AltersgutschriftenVier Stufen, Mehrkosten ab 55Zwei Stufen, keine Mehrkosten ab 55
Werte zum Zeitpunkt der Abstimmung (2024).

Die Altersgutschriften nach Alter

Tabelle 2
AlterHeutige GutschriftenGeplante Gutschriften
25 bis 34 Jahre7 %9 %
35 bis 44 Jahre10 %9 %
45 bis 54 Jahre15 %14 %
55 bis 65 Jahre18 %14 %
In Prozent des koordinierten Lohns.

Ein Ausgleich für Versicherte kurz vor der Pensionierung

Um einen deutlichen Rentenrückgang zu vermeiden, war für Versicherte, die beim Inkrafttreten 50 Jahre oder älter sind, ein Ausgleich während einer Übergangszeit vorgesehen.

Fazit

Die Reform sollte die finanzielle Stabilität der zweiten Säule angesichts der demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung sichern.

Patrick Ballaman, Assidu

Wie jede Reform dieser Art löste sie zahlreiche Debatten über ihre Folgen für Versicherte und Unternehmen aus, insbesondere über die Senkung des Umwandlungssatzes, die angesichts der steigenden Lebenserwartung jedoch notwendig ist.

Über den AutorPatrick Ballaman

Partner · Leiter Backoffice West Schweitz · Sozialversicherungs-Fachmann mit eidgenössischem Fachausweis

Aktualisiert

28. Oktober 2026.
Informativer Beitrag, ersetzt keine persönliche Beratung.
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